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Die Chemiebranche muss kundenorientierter werden

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19.12.2018

Der Markt für Chemieprodukte wird sich nach Einschätzung von LogiChem bis 2035 auf ein Volumen von 5,6 Billionen Euro verdoppeln. Das klingt nach guten Nachrichten für Chemieunternehmen, aber die Lage ist nicht so eindeutig, insbesondere in Europa. Es stimmt, der Markt wächst, allerdings werden die Kunde immer anspruchsvoller. Sie wollen mehr für weniger. Ein Problem, das scheinbar alle Branchen betriff. In diesem Fall weichen die Käufer jedoch auf billigere, weiter östlich gelegene Märkte aus. 

Bei der Produktion wissen die Chemieunternehmen schon lange, wie sie das Optimum aus ihren Anlagen herausholen. Wenn es darum geht, die Bedürfnisse von Kunden zu verstehen, hinken sie jedoch hinterher. Diese fehlende Orientierung ist für Chemieunternehmen häufig mit hohen Logistik- und Bestandskosten verbunden. In einem durch enge Gewinnspannen charakterisierten Markt stellt es eine echte Chance dar, Mehrwert zu schaffen und sich vom Wettbewerb abzuheben. 

Transparenz und Planung 

Laut einer Studie der Boston Consulting Group kann eine starke Kundenorientierung ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal in der Chemiebranche sein und Branchenführern einen beträchtlichen Mehrwert bescheren. Zwar werden für einen Umstieg auf dieses Modell Anfangsinvestitionen fällig, aber die langfristigen Vorteile überwiegen eindeutig die Risiken eines Stillstands. Vor allem vor dem Hintergrund, dass andere Branchen diesen Weg bereits vor geraumer Zeit gegangen sind und den Chemiesektor wie ein Relikt aus alten Zeiten aussehen lassen. 

Laut einer von LogiChem durchgeführten Umfrage unter 101 Leitern aus der Chemiebranche für die Bereiche Supply Chain und Logistikmanagement haben Preis, Zuverlässigkeit, schnelle Lieferung und Transparenz Priorität für ihre Kunden. Alles Bereiche, in denen die Branche hinterherhinkt. 

Viele dieser Probleme lassen sich durch Implementierung eines TMS bewältigen. Mit Funktionen wie das Live Tracking von Fahrzeugen erhalten Unternehmen nicht nur einen Überblick über ihre Produkte, sondern auch die Sicherheit, dass sie niemals von unerwarteten Verzögerungen überrascht werden. Dies wird angesichts kleinerer Margen in der Chemiebranche immer wichtiger. Die vorausschauende Planung ist also kritischer denn je. 

Der Fahrermangel, der sich auf alle von Lieferketten abhängigen Branchen ausgewirkt hat, hat die chemische Industrie besonders hart getroffen. Für den Transport von Chemikalien sind häufig bestimmte Lizenzen erforderlich, sodass der Pool verfügbarer Frachtführer noch kleiner ist. Mithilfe einer automatisierten Tracking-Lösung lässt sich bequem sicherstellen, dass Fahrer ihre Zeit nicht durch kostspielige und ungenaue manuelle Prozesse verschwenden, auf die sich viele in der Branche nach wie vor verlassen. 

Investitionen in Wachstum 

Dies sind nur einige beispielhafte Bereiche, die Innovationsmöglichkeiten für die Chemiebranche bieten. Durch Verbesserungen wie diese werden Unternehmen in die Lage versetzt, gegenüber Low-Cost-Konkurrenten zu bestehen und einen Preiskampf zu vermeiden, den sie wirtschaftlich nicht gewinnen können. 

Etablierte Unternehmen aus der Chemiebranche haben sich zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Angesichts immer komplizierterer Lieferketten und globaler Märkte müssen Unternehmen ihre Sendungen verfolgen und Kunden auf dem Laufenden halten können. Viele Kunden verlassen sich auf eine Verfolgung in Echtzeit, um betriebliche Entscheidungen zu treffen – unerwartete Verzögerungen können da enorme Auswirkungen haben. Es ist an der Zeit, dass die Chemiebranche in ihre Kunden investiert und die Änderungen vornimmt, die nötig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.