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Transportabwicklungssoftware – der erste Schritt zu einer leistungsfähigeren Lieferkette

16.03.2018

Es gibt viele potenzielle Gewinnsteigerungen durch intelligenteres Arbeiten in der Beschaffung, Planung und Durchführung von Transportverträgen, aber ohne erstklassige Umsetzung bleibt es lediglich beim Potenzial.

 

Eine Marktanalyse von ARC im August 2016 enthüllte globale Ausgaben im Bereich Transportabwicklung (TA) von 538 Millionen Euro und sagt weiterhin ein Wachstum von 7% pro Jahr bis 2020 voraus. EMEA und Nordamerika sind, wie man erwarten würde, die größten regionalen Märkte, aber rasantes Wachstum wird auch in Asien erwartet, angetrieben wie überall vom Aufstieg einer anspruchsvolleren Mittelklasse von Verbrauchern, dem E-Commerce-Boom und einem Verlangen, die Kosten zu senken und den Einfluss auf die Umwelt zu verringern.

 

Transportabwicklungsmarktplätze


ARC definiert TA als „Marktplätze und Systeme, die es Lieferanten erlauben, sich mit einer Vielzahl von Speditionen zu verbinden und dann mithilfe der Software oder dem Marktplatz zu bieten, verfolgen und zahlen“. Der Marktplatz ist dabei entlang von modalen und regionalen Linien zersplittert – trotz großräumiger Zusammenschlüsse und Fusionen. Um die ARC zu zitieren: „Ein zweistelliger Millionenbetrag an Unternehmenskapital ist in Start-ups geflossen, die versuchen den Logistikmarkt mit dezentralen Marktplatzmodellen revolutionieren, und noch hunderte Millionen mehr in Märkte für sogenannte ‚Last-mile‘-Verbrauchsgüterlieferungen, das Modell von Uber ist hierbei nur ein Beispiel von vielen.

Der Bedarf für Automatisierung und Anstieg von Cloud-Technologie und Dienstleistungssoftware macht effektive TA sogar für die kleinsten und abgelegensten Unternehmen verfügbar und erschwinglich. „In der Vergangenheit war der Kauf eines Transport-Management-Systems (TMS) für Unternehmen, die nicht mehr als 16 Millionen Euro Transportausgaben hatten, unrealistisch. Heute können sich im Grunde Unternehmen jeder Größe ein TMS leisten“, so der ARC-Bericht. Währenddessen hilft dieselbe Technologie den größeren, multinationalen Konzernen dabei, ihre Kontrollstrategien der nächsten Generation zu entwickeln.

Man sagt, dass der Unterschied zwischen guten und hervorragenden Logistikergebnissen an der Qualität der Transportabwicklung gemessen werden kann. Dennoch wird oft TA als langweiliger, maschinell gesteuerter Arbeitsschritt gesehen zwischen den spannenderen, mehr in Menschenhand liegenden Aufgaben, wie dem Finden und Finanzieren von neuen Speditionen, der Planung von Lieferstrategien, um den stets veränderlichen Ansprüchen zu trotzen, und dem letztendlichen Verhandeln der Abrechnungen.

All diese Gebiete sind ausschlaggebende Faktoren, um die Kosten zu reduzieren und den Kundenservice zu verbessern – wichtige Schritte zur Gewinnsteigerung. Effektive TA hält diese Vorteile fest, mindert die Kosten, um diese zu erreichen und verkürzt die Umlaufzeiten – steigert damit also die Geschwindigkeit der Lieferkette. Insgesamt können Sie auf diese Weise mit denselben Ressourcen mehr Geschäfte machen.

 

Vorteile der Automatisierung im Transportabwicklungsprozess


Wenn wir den Source-to-pay-Zyklus des Transportsektors betrachten, wie es die Aberdeen Group kürzlich getan hat, liegen die Vorteile einer Automatisierung der Transportabwicklung auf der Hand. Mehr als die Hälfte der Spitzenunternehmen automatisieren ihre Speditionswahl anhand bekannter Regeln, geben Gebote strategisch basierend auf Leistungsfähigkeit der Speditionsunternehmen ab und überwachen und verfolgen die gesamten Transportkosten – inklusive Zusatzgebühren.

Des Weiteren nehmen diese Firmen die Kontrolle von Rechnungen und deren Begleichung mithilfe von Automatisierung vor. Ihre TA-Systeme bieten Ihnen Einblicke, mit denen taktische und strategische Maßnahmen getroffen werden können. Daraus ergibt sich, dass die Besten den Anstieg ihrer Grundkosten auf 0,56% pro Jahr begrenzen können, während es bei den restlichen Unternehmen 1,96% sind. Sie weisen eine Einhaltungsquote von 98% bei Vertragskosten sowie 97% bei Streckenführung und Servicelevel auf – bei den übrigen Unternehmen sind es lediglich 52%.

Ein effektives Transportabwicklungssystem – welches höchst automatisiert, wahrscheinlich cloud-basiert ist und bei Bedarf sogar mit einbegriffenem Verwaltungsservice bezogen wird – ist demnach zwingend erforderlich, um strategische Transportbeschaffung zu erreichen, wo innovative Finanzierung, kreative Planung und konfliktfreie Rechnungsbegleichung für langfristige, produktive Beziehungen mit Lieferanten sorgen.

Die Leistungsfähigkeit der Lieferkette hängt also ganz klar in erster Linie von effektiver Transportabwicklung ab.